Julie Marti

Lehre als:

Automobilfachfrau EFZ

Heute:

Leiterin MINI CENTER BERN Auto Marti AG in Muri bei Bern

Mein Tipp:

«Es ist wichtig, dass du etwas machst, das dir Freude bereitet und in dem du eine Zukunft siehst. Eine berufliche Grundbildung öffnet viele Türen zu spannenden Entwicklungsmöglichkeiten.»

Die Laufbahn:

Schon als kleines Mädchen schnupperte Julie Marti Werkstattluft. Während ihre Mutter im Familienbetrieb arbeitete, beobachtete sie das Geschehen in der Garage. «Ich habe meinem Vater zugeschaut, wenn er die Motorhauben angehoben und die Motoren begutachtet hat. Mir war schon damals klar: Das will ich auch mal können!»

Gegen Ende der obligatorischen Schulzeit suchte sie einen Ausbildungsplatz ausserhalb des Familienbetriebes. Sie fand rasch eine Lehrstelle, musste aber vor dem Unterschreiben des Lehrvertrages auf Anraten des Lehrbetriebes eine zusätzliche Bedingung erfüllen. «Um sicherzugehen, dass eine Ausbildung im Autogewerbe wirklich der richtige Weg ist, musste ich noch andere Berufe kennenlernen.» Nach Schnupperlehren als Kauffrau und in einem Kindergarten war alles klar. Julie Marti blieb bei ihrem Berufswunsch.

«Der Wechsel vom Schulzimmer in die Werkstatt war ein grosser Schritt und auch physisch anspruchsvoll. Die grösste Herausforderung war, dass ich meine Ausbildung in einer Männerwelt absolvierte. Sowohl im Lehrbetrieb wie auch in der Berufsfachschule.»

Am besten gefiel ihr während der Ausbildung das selbstständige Arbeiten an den Fahrzeugen. «Die Technik und die Abläufe verstehen, das hat mich fasziniert. Die Schulfächer waren sehr technisch. Aber ich konnte das Gelernte im Lehrbetrieb immer gleich anwenden und vertiefen. Ich war jeweils richtig stolz, wenn ich einem Kunden das reparierte Fahrzeug sauber geputzt und funktionstüchtig zurückgeben konnte. Tag für Tag. Das fand ich richtig super.»

Nach Abschluss der Lehre zog es Julie Marti ins Ausland. Bei einer grossen BMW-Garage in München und bei BMW Austria sammelte sie während insgesamt eines Jahres Erfahrungen im Marketing. Nach ihrer Rückkehr vertiefte sie ihr kaufmännisches Wissen an einer Handelsschule.

Heute ist Julie Marti Betriebsleiterin. So ganz einfach kam sie aber nicht zu diesem Job. Sie hatte bereits über ein Jahr lang im MINI Center gearbeitet, als diese Stelle frei wurde. Julie Marti wollte mehr Verantwortung übernehmen. «Es hat einiges gebraucht, bis ich meinen Vater überzeugt hatte.» Aber es klappte. Mit einem persönlichen Coaching wurde sie on the Job auf ihre neue Tätigkeit vorbereitet. Zu ihren Hauptaufgaben gehören heute die Leitung des Kundendienstes, die Personalführung, die Arbeitseinteilung und die Ferienplanung.

Mit ihrer Lehre hat sich Julie Marti einen guten Grundstein für eine solide Karriere gelegt. Sie kann als Automobilfachfrau tätig sein und sich in verschiedene Richtungen weiterbilden. Verkauf oder Unternehmensführung? In welche Richtung es gehen wird, das ist noch nicht konkret geplant. Im Vordergrund steht erst mal ein Aufenthalt in den USA. Und auch dort wird Julie Marti Vollgas geben. Mit Sicherheit.

Das Unternehmen:

Die Auto Marti AG ist ein Automobilhandelsbetrieb mit drei Geschäftsbereichen. Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen, Verkauf von Ersatzteilen und Zubehör und Reparatur und Wartung von Fahrzeugen.